Grabenfuß / Immersionsfuß / Trench foot

Der Grabenfuß gehört wohl zu den gruseligsten potentiellen Gesundheitsgefahren beim Pilgern.

Wenn man länger als zwölf Stunden in feuchten Schuhen wandert, können die Füße anfangen abzufaulen.

Die Krankheit wird "Grabenfuß" genannt, weil sie vor allem in Kriegen auftrat, wenn die Soldaten tagelang in feuchten Gräben ausharren mussten ohne die Schuhe ausziehen zu können. Der Fachbegriff lautet: Immersionsfuß.

Normale Pilger sind vom Grabenfuß eher nicht betroffen, denn sie ziehen spätestens am Ende einer Etappe die Schuhe aus, duschen und ziehen anschließend trockene Socken und Sandalen an. Außerdem wird nur in Ausnahmefällen längere Zeit mit feuchten Schuhen gewandert. Schließlich kann man beim Wandern in feuchten Schuhen schon nach kurzer Zeit heftige Blasen bekommen.

Aber es gibt auch Pilger, die besonders hart zu sich sind und sich mit Eifer kasteien. Manche sind Tag und Nacht unterwegs oder schlafen, ohne sich umzuziehen, im Zelt, selbst wenn es feucht und kalt ist.

Schon nach zwölf Stunden in kalten, feuchten Schuhen kann die Entstehung des Grabenfußes beginnen.

Zuerst wird die Haut runzlig, wie man es vom langen Baden kennt. Die Haut verfärbt sich weißlich.

In den Hautfalten wird der Fuß schmerzempfindlich und schmerzt beim Gehen.

Von Tag zu Tag werden die Schmerzen stärker, vor allem am Ballen und der Ferse. Es kommt auch zu Schwellungen der Füße.

Früher oder später beginnt das Gewebe des Fußes abzusterben. Es kommt zum Gangrän. Bei einem Gangrän muss der betroffene Teil des Fußes amputiert werden, sonst kann das abgestorbene Gewebe den ganzen Körper vergiften und man könnte an Blutvergiftung sterben.

Bei großer Hitze sind die Probleme durch Grabenfuß noch stärker als bei kühlem Wasser. Die Füße schwellen stärker an und schmerzen auch stärker. Es kann zusätzlich zu umfangreichen Hautverletzungen kommen.

Behandlung

Die Behandlung des Grabenfußes besteht in erster Linie aus dem Ausziehen der Schuhe und Trocknen der Füße (mindestens 10 Stunden).

Außerdem ist ärztliche Behandlung unbedingt notwendig, um den Schwergrad der Fußschädigung einschätzen zu können und die Füße fachmännisch behandeln zu können.

In den meisten Fällen wird eine mehrtägige Gehpause oder ein Abbruch der Pilgerwanderung nötig sein.

Vorbeugung

Die Vorbeugung gegen einen Grabenfuß besteht vor allem darin, spätestens am Ende einer Tagesetappe die Schuhe auszuziehen und den Füßen genügend Zeit zum Trocknen und Erholen zu geben.

Ansonsten helfen die vorbeugenden Maßnahmen gegen Blasen.

Falls die Schuhe innen feucht geworden sind, sollte man so bald wie möglich die Etappe beenden, damit die Füße nicht so lange in der Feuchtigkeit ausharren müssen. Bei leicht feuchten Schuhen hilft es, die Füße dick mit Fettsalbe einzucremen und trockene Socken anzuziehen. Die frischen Socken feuchten zwar auch bald durch, aber die Füße bekommen eine kleine Feuchtigkeits-Pause. Für diesen Sockenwechsel sollte man aber noch ein zusätzliches trockenes Paar Socken im Rucksack haben, das man dann am Abend anziehen kann.











































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