Erschöpfung

Eine gewisse Erschöpfung ist ein alltägliches Problem beim Pilgern. Erschöpfung gehört sozusagen zum Pilgern dazu.

Maßnahmen gegen diese alltägliche Erschöpfung sind Wasser trinken, Dusche, Ausruhen und gut Essen. Ausreichend Schlaf ist wichtig zur Erholung von den anstrengenden Tagesetappen. Außerdem sollte man darauf achten, nicht zu viel Alkohol zu trinken, denn das erschöpft zusätzlich.

Manchmal geht die Erschöpfung jedoch weit über das normale Maß hinaus.

Das geschieht beispielsweise an besonders heißen Tagen, wenn man zu wenig Wasser getrunken hat oder wenn man weiter geht als man verkraftet. Manchmal unterschätzt man die Strecke, sei es, weil sie zu steil ist oder zu unwegsam. Es kommt auch vor, dass man sich verirrt, und dann weiter gehen muss, als man sich vorgenommen hat. Besonders häufig liegt extreme Erschöpfung jedoch an Überschätzung der eigenen Kräfte. Man möchte beispielsweise gerne heldenhafte 30 km zurücklegen, aber der Körper schafft eigentlich nur 20 km.

Die Folge kann ein Zusammenbruch sein. Wenn man Glück hat, geschieht das erst nach der Ankunft in der Herberge. Übler ist es, wenn man unterwegs zusammenklappt.

Vorbeugen schwerer Erschöpfungs-Anfälle

Wie man gegen schwere Erschöpfung vorbeugt, liegt eigentlich auf der Hand.

Doch man kann es gar nicht oft genug erwähnen, dass man auf sich achten soll, denn es wird ständig ignoriert. Ehrgeiz und der Drang nach Heldentum und Tapferkeit führen häufig zur Überforderung.

Wichtig ist, dass man die Etappen entsprechend seiner Fähigkeiten plant. Außerdem sollte man die Witterungsverhältnisse berücksichtigen und starke Mittagshitze meiden. Unterwegs und nach dem Gehen braucht man eine Menge Wasser und Mineralsalze.

So kann man schlimme Erschöpfung verhindern.

Falls einem beim Gehen schwindelig wird oder man plötzlich Kopfschmerzen oder Übelkeit bekommt, sollte man unbedingt eine ausgiebige Pause einlegen und möglichst in den Schatten gehen. Wichtig ist dann auch Wasser trinken, am besten mit einer Prise Salz versetzt. Falls verfügbar, wäre ein Mineralgetränk, wie beispielsweise das spanische Aquarius hilfreich, um schnell wieder zu Kräften zu kommen.

Wenn man früh und lange genug pausiert, kann man mit etwas Glück anschließend wieder weitergehen.

Falls man nicht rechtzeitig die Reißleine zieht, muss man sich vor Ort eine Unterkunft suchen, oder sich gar von unterwegs mit dem Taxi abholen lassen.

Behandlung schwerer Erschöpfungs-Anfälle

Im Fall einer schweren Erschöpfung kann es zu verschiedenen Beschwerden kommen.

Man ist nicht einfach nur erschöpft, sondern es kann zu Zittern, Schweißausbrüchen, Fieber und Übelkeit kommen. Wenn man Pech hat, muss man sich mehrmals übergeben.

Meistens besteht auch eine ausgeprägte Austrocknung, wenn man extrem erschöpft ist.

Daher spielt die Versorgung mit Wasser und Mineralsalzen eine wesentliche Rolle bei der Behandlung der Erschöpfung.

In schweren Fällen der Erschöpfung muss man unbedingt einen Arzt aufsuchen, beziehungsweise kommen lassen. Manchmal ist auch ein vorübergehender Krankenhausaufenthalt unumgänglich.

Je nach individueller Situation muss eine schwere Erschöpfung unterschiedlich behandelt werden.

Generell helfen folgende Maßnahmen, um die Erschöpfung schnell wieder zu überwinden:

  • Ausruhen
  • Im Schatten oder drinnen aufhalten
  • Viel trinken, mit Mineralien
  • Leichte, salzreiche Nahrung zu sich nehmen, z.B. Suppen, Oliven
  • Bei Bedarf: Stirn mit kalten Wickeln kühlen










































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