Reiseapotheke

Bei der Reiseapotheke im Rucksack gelten die gleichen Regeln wie beim gesamten Wandergepäck:

So wenig wie möglich und so viel wie nötig. Außerdem: Jedes Gramm zählt.

Daher ist die Zusammenstellung der Reiseapotheke nicht einfach, denn man kann nicht alles mitnehmen, was man eventuell gebrauchen könnte, sondern muss sich auf das beschränken, was mit hoher Wahrscheinlichkeit gebraucht wird.

Bei Diskussionen über die Reiseapotheke hört man häufig, dass es in Spanien sehr viele Apotheken gibt, und dass Medikamente in Spanien billiger seien als in Deutschland.

Beides ist richtig. Aber deshalb beispielsweise auf Schmerztabletten oder Durchfallmittel in der Reiseapotheke zu verzichten, halte ich für leichtsinnig. Denn obwohl es auch in kleinen Kleinstädten meistens mehrere Apotheken gibt, gibt es dennoch zahlreiche Dörfer ohne Apotheke. Auf manchen Streckenabschnitten kommt man möglicherweise zwei Tage lang an keiner Apotheke vorbei. Wenn man beispielsweise in einem kleinen Dorf von einem akuten Gesundheitsproblem überrascht wird, ist medikamentöse Hilfe fern. Außerdem sind die Apotheken natürlich nicht immer offen. Morgens, wenn man in einem Ort aufbricht, sind die Apotheken meistens noch geschlossen, und mittags haben sie Siesta, meistens bis 17 Uhr. Aber immerhin gibt es häufig Apotheken, die an Sonntagen geöffnet haben.

Die billigen Preise von Medikamenten gelten im Allgemeinen nur für richtige Medikamente, also beispielsweise Schmerztabletten oder Schmerzsalben (z.B. Voltadol). Alles was in Richtung Kosmetik oder Medizinprodukte geht, ist eher teurer als in Deutschland (z.B. Sonnenmilch, Vaseline).

Meine Empfehlung für die Reiseapotheke ist daher, alles mitzunehmen, was man mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit brauchen wird und einiges, was sehr unangenehm fehlen würde, wenn man es im Bedarfsfall nicht dabei hätte, z.B. elastische Binde oder Durchfallmittel.

Andere würden bestimmt eine andere Zusammenstellung der Reiseapotheke empfehlen. Es gibt hier auch kein Richtig oder Falsch, sondern höchstens unterschiedliche Einstellungen zur Thematik.

Basis-Inhalt für die Reiseapotheke

  • Persönliche Medikamente
  • Rollenpflaster, z.B. Hansaplast
  • Blasenpflaster, z.B. Compeed
  • Normales Wundpflaster
  • Kleine elastische Binde
  • Sterile Kompresse
  • Wunddesinfektions-Spray, z.B. Octenisept
  • Fußcreme, z.B. Hirschtalgcreme
  • Entzündungshemmende Schmerzsalbe, z.B. Voltaren oder Mobilat
  • Zinksalbe, z.B. Desitin-Salbe
  • Sonnenmilch
  • Muskelcreme, z.B. Wick Vaporub oder Tigerbalsam
  • Schmerztabletten, z.B. Ibuprofen
  • Magnesium-Tabletten
  • 2-3 Durchfalltabletten, z.B. Immodium akut

Empfehlenswerte Ergänzungen

  • 2-3 Kohletabletten
  • Zink-Tabletten
  • Teufelskralle-Kapseln
  • Husten-Bonbons
  • Spritzen-Kanüle
  • Kleine Spritze, 2 ml
  • Nadel und Faden
  • Jod-Salbe, z.B. Betaisodona
  • Antibiotische Salbe, z.B. Tyrosur-Gel
  • Insektenstich-Gel, z.B. Fenistil-Gel

Ergänzungen aus der Naturheilunde

Hier noch einige naturheilkundliche Ergänzungen für die Reiseapotheke.

  • Kamillen-Teebeutel
  • Erkältungs-Teemischung im Teebeutel
  • Magen-Darm-Teemischung im Teebeutel
  • Schwedenkräuter-Tropfen
  • Teebaumöl-Tropfen
  • Japanisches Heilpflanzenöl
  • Arnika D6 als Globuli
  • Aconitum D4 oder D6 als Globuli
  • Schüssler-Salz Nr. 3 - Ferrum Phosphoricum
  • Schüssler-Salz Nr. 7 - Magnesium Phosphoricum
  • Bachblüten Notfalltropfen als Globuli

Wenn man alle vorgeschlagenen Mittel mitnimmt, wird die Reiseapotheke leider zu schwer für einen leichten Rucksack. Daher muss man sich entscheiden, welche Mittel einem besonders am Herzen liegen.

Erklärungen

Nachfolgend einige Erklärungen zu den einzelnen Vorschlägen.

Die naturheilkundlichen Mittel werden weiter hinten in den entsprechenden Kapiteln erklärt. (siehe Behandlungsmethoden).

Persönliche Medikamente

Dass man die Medikamente mitnehmen muss, die man täglich oder regelmäßig braucht, dürfte Jedem von selber klar sein.

Weil man die Original-Medikamente in Spanien nicht immer erhalten kann, ist es sinnvoll, genügend Vorrat davon einzupacken, wie man in der geplanten Zeitdauer braucht, und noch etwas mehr, als Reserve. Für den Fall, dass man die Medikamente verliert, braucht man zusätzlich ärztliche Rezepte, um sie eventuell nachkaufen zu können.

Auch Medikamente, die man nur hin und wieder benötigt, beispielsweise Allergietabletten, sollte man einpacken. Hierbei reicht bei gängigen Mitteln eine geringe Menge, die ausreicht, um bis zur nächsten offenen Apotheke durchzuhalten.

Rollenpflaster, z.B. Hansaplast

Pflasterstreifen von der Rolle sind sehr gut geeignet, um von Blasen bedrohte Hautbereiche der Füße vorbeugend damit abzukleben.

Wenn man rechtzeitig bei geringen Beschwerden zum Rollenpflaster greift, kann man Fußblasen möglicherweise vollständig verhindern.

Für diese vorbeugende Behandlung eignet sich Rollenpflaster mit einer Breite von 2,5 cm, das ist die breite Variante.

Es gibt unterschiedliche Anbieter von Rollenpflaster. Jede Sorte hat Vor- und Nachteile. Braunes Hansaplast klebt nur mittelgut, lässt sich aber gut abreißen, und das Pflaster wird kaum klebrig. Nach dem Duschen kann man es meistens gut ablösen. Außerdem bekommt man es in den meisten spanischen Apotheken. Weißes Hansaplast reizt die Haut weniger, klebt aber auch weniger gut. Der Klassiker Leukoplast ist auch in Deutschland eher schwer erhältlich. Es klebt sehr gut, aber neben dem Pflaster tritt nach und nach Kleber aus, sodass es eine klebrige Angelegenheit wird. Spanische Rollenpflaster-Sorten sind sehr unterschiedlich und haben daher auch unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Blasenpflaster, z.B. Compeed

Blasenpflaster mit Gelpolster sind unter Pilgern und Wanderern sehr umstritten.

Der Haupt-Kritikpunkt ist, dass sie beim Gehen verrutschen. Sie rutschen zu Stellen, wo sie nicht gebraucht werden und lassen die Blasenstellen ungeschützt zurück. Sobald sie an Hindernisse stoßen, z.B. die Zehen, bilden sie Klumpen und stören ganz erheblich beim Weiterlaufen.

Außerdem lassen sich die meisten Blasenpflaster oft nur schwer ablösen. Wenn man es dennoch versucht, wird die schützende Haut eventuell vorhandener Blasen mit abgerissen und die unfertige haut darunter bleibt ungeschützt zurück.

Es gibt aber durchaus Stellen am Fuß, wo Blasenpflaster recht gut halten, z.B. rund um die kleinen Zehen geklebt.

An anderen Stellen kann man Blasenpflaster mit Rollenpflaster fixieren, sodass es besser hält.

Auch für das Problem beim Ablösen des Blasenpflasters gibt es Lösungen. Entweder lässt man das Blasenpflaster an Ort und Stelle, bis es von selber abfällt. Oder man feuchtet es an und zieht es ganz vorsichtig ab, wobei man immer wieder nachfeuchtet.

Blasenpflaster hat nämlich auch durchaus Vorteile.

Die feuchte Wundauflage hilft bei der Heilung der Blasen. Außerdem polstert die Dicke der Gelschicht die Haut, sodass der blasenbildende Reiz verringert wird. Zur Vorbeugung kann Blasenpflaster die Entstehung von Blasen verhindern und zur Behandlung fördert es den Heilungsprozess.

Bezüglich der Marke sind sich nahezu Alle einig: Wenn Blasenpflaster, dann sollten es Compeed®-Blasenpflaster sein.

Am besten probiert man die Blasenpflaster beim Vorbereitungs-Training selbst aus, damit man sich ein Bild davon machen kann, ob sie sich für den persönlichen Bedarf eignen.

Normales Wundpflaster

Ein paar Pflasterstreifen in verschiedenen Größen gehören in jede Reiseapotheke.

Sie eignen sich für kleine offene Wunden und auch bedingt für kleine Blasen.

Kleine elastische Binde

Die kleine elastische Binde ist in erster Linie dazu gedacht, bei einer Verstauchung o.ä. sofort einen Verband anzulegen, der das Gelenk etwas fixiert und am Anschwellen hindert.

Sobald man eine Apotheke erreicht hat, kann man sich dann ein oder mehrere größere elastische Binden besorgen.

Außerdem kann man mit der kleinen elastischen Binde eine sterile Kompresse fixieren, falls man eine Wunde hat. Auch zur Blasenbehandlung eignet sich die elastische Binde.

Sterile Kompresse

Die sterile Kompresse eignet sich zur Erstversorgung von größeren, offenen Wunden.

Auch große Blasen, vor allem mit geöffneter Oberhaut, können mit der sterilen Kompresse belegt werden, die anschließend etweder mit Rollenpflaster oder der elastischen Binde fixiert wird.

Wunddesinfektions-Spray, z.B. Octenisept

Offene Blasen oder Wunden sollten unbedingt desinfiziert werden, damit sie sich nicht entzünden.

Infizierte Blasen schmerzen um ein Vielfaches stärker als normale Blasen. Sie können im Ernstfall sogar dafür sorgen, dass man den Camino abbrechen muss.

Auch andere Wunden können sich beim Pilgern besonders leicht entzünden, denn durch die langen Wegstrecken ist man erschöpft und die Selbstheilungskräfte funktionieren oft nicht wie gewohnt. Auch die hygienischen Bedingungen sind meistens schlechter als zuhause.

Octenisept brennt nicht, weshalb es angenehmer ist als Jodlösung.

Fußcreme, z.B. Hirschtalgcreme

Eine gute Fußcreme ist für die meisten Pilger das A und O für blasenfreies Gehen.

Deutsche Pilger verwenden für diesen Zweck häufig eine Hirschtalgcreme, weil Hirschtalg die Fußhaut stärkt und weniger empfindlich gegen Reibung macht.

Es gibt zahlreiche verschiedene Fußcremes mit Hirschtalg, mit teilweise sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Daher macht es Sinn, in der Vorbreitungsphase verschiedene Hirschtalgcremes auszuprobieren.

Da es in Spanien keine Hirschtalgcremes gibt, muss man von Zuhause ausreichend Hirschtalgcreme mitnehmen. Es sei denn, man besorgt sich reinen Hirschtalg und bereitet sich unterwegs selbst frische Hirschtalgsalbe zu (siehe Hirschtalgcreme selbstgemacht).

Mehr Informationen über geeignete Fußcremes finden Sie im Breich Blasen.

Entzündungshemmende Schmerzsalbe, z.B. Voltaren oder Mobilat

Eine sogenannte Schmerzsalbe gehört zur Grundausstattung eines Pilgers.

Aber weniger, weil sie den Schmerz lindert, denn das ist eigentlich gefährlich, weil man dann trotz Verletzung weiter geht.

Die wichtigere Wirkung der gängigen Schmerzsalben ist die Entzündungshemmung.

Überschießende Enzündungsreaktionen des Körpers verursachen häufig das eigentliche Problem, wenn Muskeln, Bänder und Gelenke überlastet sind.

Daher ist es sinnvoll, schmerzende Bereiche der Beine oder des Rückens vor und nach dem Gehen mit der Creme einzureiben, damit Entzündungen gering gehalten werden. Dadurch werden auch Schwellungen gering gehalten. Die Schmerzlinderung ist dann nur ein Nebeneffekt.

In Spanien erhält man das Voltaren-Gel in jeder Apotheke unter dem Namen Voltadol.

Zinksalbe, z.B. Desitin-Salbe

Als allgemeine Wundheilsalbe empfehle ich eine Zinksalbe, weil Zink sehr gut bei der Wundheilung hilft.

Die nach meiner Erfahrung beste Zinksalbe heißt Desitin-Salbe. Sie enthält außer reichlich Zink auch Lebertran, was zwar eigenartig riecht, aber anscheinend eine gute Heilwirkung hat. Diese Salbe gibt es auch in kleinen Tuben mit 25ml, was normalerweise für eine ausgiebige Pilgertour ausreicht.

Sonnenmilch

In Spanien kann die Sonne sehr kräftig scheinen, zudem geht man auf dem Camino Frances großteils auf fast 1000 Meter Höhe, wo die Sonneneinstrahlung noch kräftiger ist als auf Meereshöhe.

Daher braucht man je nach Hauttyp unbedingt eine Sonnencreme. Helle Hauttypen verwenden am besten eine mit Lichtschutzfaktor 50, zumindest am Anfang.

In Spanien kann man in Apotheken, Drogerien und vielen Supermärkten Sonnenmilch kaufen. Sie ist meist teurer als in Deutschland. Wenn man etwas sucht, bekommt man sogar Sonnenmilch ohne Parfüm, geeignet für empfindliche Haut.

Wenn man gewillt ist, vor Ort mehr für die Sonnenmilch zu bezahlen als zuhause, kommt man also anfangs mit einer geringen Menge aus.

Muskelcreme, z.B. Wick Vaporub oder Tigerbalsam

Die Muskeln, Bänder und Gelenke müssen auf einer Pilgerwanderung erstaunliches leisten.

Daher freuen sie sich, wenn man sie nach dem abendlichen Duschen mit einer entspannenden Creme einreibt und etwas massiert. Solch eine Creme gehört vielleicht nicht zum Pflichtprogramm jeder Pilger-Reiseapotheke, aber ich empfehle dringend, eine mitzunehmen und regelmäßig zu benutzen. Der strapazierte Körper kann sich mit ihrer Hilfe besser erholen und regenerieren.

Es gibt zahlreiche spezielle Muskel-Cremes und Muskel-Gels, die man für diesen Zweck verwenden kann.

Für eine Pilgerwanderung mit leichtem Gepäck eignet sich aber auch sehr gut Wick-Vaporub, erstaunlich aber war. Es wirkt intensiv durchblutungsfördernd und kurzfristig kühlend. Weil es so intensiv ist, braucht man nur geringe Mengen. Man erhält es auch in jeder Apotheke in Spanien.

Alternativ kann man auch Tigerbalsam verwenden. Er ist ebenso intensiv wie Wick-Vaporub. In der roten Variante hat es sogar eine gewisse Wärmewirkung. Seine entzündungshemmende Wirkung ist stärker ausgeprägt als bei Wick-Vaporub. In Spanien bekommt man verschiedene Varianten des Tiger-Balsams unter verschiedenen Namen, z.B. China-Balsamo in Apotheken, Supermärkten oder Pilgerläden. In großen Filialen von Mercadona gibt es eine Variante namens "Balsamo Oriental" mit starker Wärmewirkung. Dadurch hat sie eine besonders ausgeprägte Heilwirkung.

Schmerztabletten, z.B. Ibuprofen

Einige Schmerztabletten sollten in der Reiseapotheke für Pilger nicht fehlen. Dazu eignet sich am besten der Wirkstoff Ibuprofen, weil er gut verträglich ist und außerdem entzündungshemmend wirkt.

Mit Ibuprofen kann man also nicht nur Schmerzen stillen, sondern auch entzündliche Vorgänge, z.B. als Folge von Zerrungen, soweit eindämmen, dass die Heilung schneller vonstatten gehen kann.

Auch bei typischen Pilgerproblemen, wie Shinsplin oder Achillessehnenentzündung, kann Ibuprofen dazu beitragen, dass sie schneller abheilen als ohne.

Tabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen erhält man in Spanien preiswert in jeder Apotheke.

Magnesium-Tabletten

Die Verwendung von Magnesium-Tabletten beim Pilgern ist umstritten.

Gegner der Magnesium-Tabletten wenden mitunter ein, dass man täglich nur drei Bananen essen müsste, um den erhöhten Magnesium-Bedarf beim Pilgern zu decken. Es gibt aber nur wenige Pilger, die gerne so viele Bananen essen und sie zudem mit sich herumschleppen.

Magnesium ist zwar kein Wundermittel, mit dem man jedes Muskelproblem lindern kann, aber der Körper braucht es, damit man keine Krämpfe und Verspannungen braucht. Bei viel Bewegung, wie beispielsweise beim Pilgern, braucht man mehr Magnesium als im Alltagsleben.

Allerdings ist es nicht so, dass man innerhalb eines Pilgertages plötzlich von Magnesium-Mangel überfallen wird, und dann ganz schnell einen Magnesium-Brause-Drink benötigt, um weitergehen zu können. Dieses Szenario dient eher Werbezwecken.

Es reicht normalerweise völlig, wenn man einmal am Tag eine Magnesium-Tablette einnimmt, um vor Krämpfen durch Magnesiummangel geschützt zu sein. Auch die Neigung zu Verspannungen wird dadurch erfahrungsgemäß gelindert.

2-3 Durchfalltabletten, z.B. Immodium akut

Jeder Pilger hofft, unterwegs keine Durchfalltabletten zu benötigen. Das kann auch in vielen Fällen klappen.

Doch wenn man unterwegs vom Durchfall überfallen wird, ist es sehr hilfreich, wenn man wirksame Durchfallmittel zur Hand hat, zumal sie nicht viel wiegen.

Durchfall ist immer unangenehm, aber in einer Pilgerherberge mit engen Betten und wenigen Toiletten kann er extrem unangenehm werden und außerdem zahlreiche andere Pilger anstecken.

Schon mit wenigen Durchfalltabletten kann man die schlimmste Phase einer Durchfallerkrankung überstehen und es bleibt genug Zeit, um bei Bedarf Nachschub zu kaufen.

2-3 Kohletabletten

Kohletabletten sind eine sinnvolle Ergänzung zu Durchfallmitteln, weil sie reizenden und infizierten Darminhalt aufsaugen und binden.

Dadurch kann sich der Darm bei Durchfall schneller wieder erholen.

Zink-Tabletten

Zink stärkt das Immunsystem und somit die Selbstheilungskräfte des Körpers.

Üblicherweise werden Zink-Tabletten heutzutage gerne bei Erkältungen verwendet.

Man kann die Zinktabletten aber auch einnehmen, um die Regeneration der strapazierten Muskeln, Bänder, Gelenke usw. zu unterstützen.

Teufelskralle-Kapseln

Teufelskralle-Kapseln werden gerne eingenommen, um die entzündlichen Vorgänge bei Arthrose zu lindern.

Da viele Pilger älter als 40 sind, leiden viele von ihnen unter mehr oder weniger ausgeprägter Arthrose. Selbst wenn die Arthrose im Alltag keine Probleme macht, kann sich das beim Pilgern ändern.

Die regelmäßige Einnahme von Teufelskralle-Präparaten kann die potentiellen Probleme durch Arthrose verringern.

In Spanien bekommt man normalerweise keine Teufelskralle-Kapseln, nur Salben, die geringe Mengen Teufelskralle enthalten. Daher muss man seinen gesamten Bedarf von Zuhause mitbringen.

Husten-Bonbons

Wenn man in einem voll belegten Pilger-Schlafsaal plötzlich eine ausgiebige Hustenattacke bekommt, ist das mehr als ärgerlich, auch für die anderen müden Pilger.

Daher ist es sinnvoll, einige Hustenbonbons nicht nur dabei, sondern auch zur Hand zu haben.

Bei manchen Menschen werden Hustenattacken nicht nur von Erkältungs-Husten ausgelöst, sondern von innerer Anspannung, beispielsweise durch Nächte in Stockbetten.

Spritzen-Kanüle

Eine möglichst dicke Spritzen-Kanüle kann man gebrauchen, um in die Oberhaut von Blasen ein Loch zu stechen, durch das das Gewebswasser abfließen kann.

Weil das Loch größer ist als von einer Nähnadel gestochen, bleibt es länger offen, und das Blasenwasser kann auch noch nach ein bis zwei Stunden abfließen.

Kleine Spritze, 2 ml

In eine kleine Spritze kann man Wund-Desinfektionsmittel, z.B. Octenisept oder Jodlösung füllen, um diese mithilfe der Kanüle in besonders große oder schmerzhafte Blasen zu spritzen.

Dadurch kann man Infektionen der Blase verhindern.

Nadel und Faden

Nadel und Fadel kann man nicht nur gebrauchen, um kaputte Kleider zu nähen, sondern man kann mit der Faden-Methode auch Blasen behandeln.

Wie die Faden-Methode funktioniert und was für und gegen sie spricht, wird im Kapitel Blasen beschrieben.

Jod-Salbe, z.B. Betaisodona

Jod-Salbe kann man als Ergänzung zum Desinfektionsspray mitnehmen.

Antibiotische Salbe, z.B. Tyrosur-Gel

Antibiotische Salbe kann sehr nützlich sein, wenn man eine infizierte Wunde oder Blase hat.

Häufig entwickeln sich derartige Infektionen sehr plötzlich zu einem Problem, sodass man kaum genug Zeit hat, um eine Apotheke aufzusuchen.

Das rezeptfreie antibiotische Gel Tyrosur wird zudem in sehr kleinen Tuben verkauft, sodass es keine gewichtsmäßige Belastung darstellt.

Insektenstich-Gel, z.B. Fenistil-Gel

Auf einer Pilgerreise kann man von allerlei Insekten gestochen werden, z.B. Bettwanzen, Flöhen oder einfachen Stechmücken.

Ein Insektenstich-Gel kann die damit verbundenen Beschwerden lindern.

Außerdem hilft solch ein Gel, wenn es zu einem Sonnenbrand gekommen ist.











































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